Auftakttreffen für die drei Schwerpunktthemen

Am vergangenen Freitag fand für alle „Willkommen im Fußball“-Bündnisse, die ihre Angebote entlang einem der drei Schwerpunktthemen des Programms ausrichten, ein Auftakttreffen statt. Ziel der Veranstaltung war die Vernetzung der Bündnisse untereinander sowie der Austausch mit Fachleuten aus der Praxis.

Seit dem Start des Programms „Willkommen im Fußball“ im Jahr 2015 setzen bundesweit 23 Bündnisse verschiedene Angebote rund um den Fußball für und mit jungen Geflüchteten um. Hinter diesen Bündnissen steht die Kooperation eines Clubs der Bundesliga oder 2. Bundesliga mit lokalen Bildungsträgern, bürgerschaftlichen Initiativen oder kommunalen Akteuren sowie Amateurfußballvereinen. Die Angebote umfassen z.B. regelmäßige Trainingsangebote, Sprachkurse oder Ausbildungslehrgänge zu Übungsleiterinnen und -leitern. Gemeinsamer Nenner aller Aktivitäten ist das Ziel, die Integration in und durch den Sport erfolgreich zu gestalten und dafür die Strahlkraft der Profi-Clubs einzusetzen.

Während 2015 noch Angebote gefragt waren, die eine Abwechslung im Alltag mit sich bringen, haben sich die Bedürfnisse der jungen Geflüchteten mit der Zeit verändert. „Willkommen im Fußball“ hat darauf reagiert: Seit 2018 setzt das Programm drei neue Schwerpunkte: "Sportangebote für geflüchtete Mädchen und Frauen", "Verknüpfung von Sportangeboten mit Berufsorientierung" und "Qualifizierung von Geflüchteten für das Ehrenamt im Sportverein".

Mittlerweile sind 13 der 23 Bündnisse in diesen Bereichen aktiv. Unterstützt werden sie dabei von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, die bei Vor-Ort-Besuchen berät und Möglichkeiten zum Peer-Austausch und kollegialer Beratung organisiert. Regelmäßige Vernetzungsangebote, wie z.B. das Treffen am 01.03.2019 in Berlin, fördern die Vernetzung und den Erfahrungsaustausch der 13 Bündnisse untereinander.

Die Schwerpunktthemen im Überblick:

Im Rahmen des Schwerpunktthemas „Sportangebote für geflüchtete Mädchen und Frauen“ werden die Bündnisse Berlin-Hertha, Dortmund, Freiburg und Ingolstadt unterstützt. In ihren Angeboten legen die Bündnisse den Schwerpunkt darauf, das Selbstbewusstsein der Teilnehmerinnen zu stärken und mögliche Zugangsbarrieren zu Sport- und Freizeitaktivitäten zu senken. Der Spaß an der Bewegung, Gleichberechtigung und das Miteinander stehen dabei im Vordergrund.

Die Bündnisse Berlin-Köpenick, Bielefeld, Darmstadt, Mainz, Stuttgart und Wolfsburg engagieren sich aktiv in dem Bereich „Verknüpfung von Sportangeboten mit Berufsorientierung“. Ziel dieser Angebote ist es, gemeinsam Herausforderungen auf dem Weg zur Arbeitsmarktintegration zu meistern und eine langfristige Perspektive für junge Geflüchtete zu ermöglichen. Das Fußballtraining ist der Ausgangspunkt für Workshops, Sprachkurse, Praktika und den Sprung ins Berufsleben in Deutschland. Der Sport sorgt für Motivation und stärkt die sozialen Kompetenzen.

Neue und weiterführende Angebote zur „Qualifizierung von Geflüchteten für das Ehrenamt im Sportverein“ bieten die Bündnisse Bremen, Leipzig und Nürnberg an. Was bedeutet Ehrenamt? Wie funktioniert das Vereins- und Lizenzsystem in Deutschland? Die Bündnisse arbeiten daran, den Weg für Geflüchtete leichter zu machen, sich im Sport zu engagieren. Diese Übertragung von Verantwortung und Kompetenzen festigt die Position im Verein sowie im neuen sozialen Umfeld.

Mehr Informationen zu "Willkommen im Fußball" findet Ihr hier.

 

Bildnachweis: Deutsche Kinder- und Jugendstiftung

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