„Willkommen im Fußball“-Cup 2019

Ca. 150 junge Frauen und Männer mit und ohne Fluchthintergrund nahmen vergangenes Wochenende am 2. "Willkommen im Fußball"-Cup teil. Das Turnier ist Teil von "Willkommen im Fußball", ein Programm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, initiiert und gefördert von der DFL Stiftung und der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.

Die Teilnehmenden sind aus den in ganz Deutschland verteilten „Willkommen im Fußball“-Bündnissen angereist, in denen sie normalerweise trainieren. 23 Clubs sind in diesen Bündnissen seit 2015 aktiv und unterstützen durch den Sport die gesellschaftliche Teilhabe von jungen Geflüchteten. Den symbolischen Anstoß für den „Willkommen im Fußball“-Cup gaben zwei Teilnehmende. Sie wurden unterstützt von Vertreterinnen und Vertretern der Programmförderpartner, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Deutsche Kinder- und Jugendstiftung und DFL Stiftung. Neben dem Fußballspielen standen auch verschiedene Workshops, u.a. zum Umgang mit den Sozialen Medien oder zur gesunden Ernährung, auf dem Programm.

Auf dem Gelände des SC Siemensstadt feierte „Willkommen im Fußball“ bereits 2015 den offiziellen Start des Programms. Der Verein bildet gemeinsam mit Hertha BSC und dem CHAMPIONS ohne GRENZEN e.V. eines der 23 „Willkommen im Fußball“-Bündnisse. Dr. Heike Kahl, Vorsitzende der Geschäftsführung der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, sagt: „Bei ‚Willkommen im Fußball‘ gibt der Sport Anstoß für gelebten gesellschaftlichen Zusammenhalt. Denn in den langfristigen Partnerschaften mit Profi- und Amateurvereinen können wir nicht nur Spielgelegenheiten, sondern echte Integrationsmomente ermöglichen.“

Mit einem Blick auf die vergangenen vier Jahre des Programms wird das besonders deutlich: Zu Beginn wurden in erster Linie offene Trainings für junge Geflüchtete angeboten. Seit 2018 unterstützen die Bündnisse gemeinsam mit den Profi-Clubs die Teilnehmenden verstärkt bei der Qualifizierung für das Ehrenamt im Sportverein sowie bei der Berufsorientierung. Die Bereitstellung von Sportangeboten für geflüchtete Mädchen und Frauen ist ein weiterer Schwerpunkt. „Ich freue mich, dass in diesem Jahr geflüchtete Mädchen und Frauen beim Cup mitspielen. Der Fußball ist eine große Chance für sie, ihren Weg in Deutschland zu gehen und auch überkommene Rollenbilder über Bord zu werfen. Auf dem Platz können sie zeigen, was in ihnen steckt. Und das ist eine ganze Menge. In vier Bündnissen des Programms – in Freiburg, Berlin, Dortmund und Ingolstadt – werden starke Ansätze entwickelt, um noch mehr geflüchtete Mädchen und Frauen für den Fußball zu begeistern. Wir wollen sie mit dem Programm auch jenseits des grünen Rasens bei den nächsten Schritten, beim Ankommen und Weiterkommen in unserer Gesellschaft unterstützen“, erklärt Staatsministerin Annette Widmann-Mauz, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, dazu.

Dass sich 23 Clubs nun schon seit vier Jahren im Rahmen von „Willkommen im Fußball“ engagieren und ihre Verantwortung für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft wahrnehmen, ist Stefan Kiefer, Vorstandsvorsitzender der DFL Stiftung, besonders wichtig: „Als DFL Stiftung engagieren wir uns gemeinsam mit den Clubs der Bundesliga und der 2. Bundesliga für ein faires Miteinander in unserer Gesellschaft. Wir nutzen den Fußball als Zugang für junge Menschen mit Fluchthintergrund. Seit 2015 zeigt unser Leuchtturmprojekt ‚Willkommen im Fußball‘, wie sehr junge Geflüchtete von der Zusammenarbeit der Fußball-Clubs mit lokalen Organisationen profitieren. Auch beim zweiten ‚Willkommen im Fußball‘-Cup spielen Teilnehmende aus den sogenannten Bündnissen gemeinsam mit ‚Berliner Lokalteams‘ in gemischten Mannschaften. Neben dem Männerfußballturnier findet zum ersten Mal auch eine Frauenfußball-Olympiade statt. Ein besonders schönes Zeichen dafür, dass sich immer mehr Bündnisse auch für geflüchtete Mädchen und Frauen engagieren.“

Das Programm „Willkommen im Fußball“ ermöglicht jungen Geflüchteten bis 27 Jahren durch niedrigschwellige Angebote den Zugang zu Sport und unterstützt so, auch über den organisierten Fußball hinaus, die Teilhabe und das gesellschaftliche Miteinander. Das Programm setzt dabei auf Bündnisse. Dahinter steht in der Regel die Kooperation eines Clubs der Bundesliga oder 2. Bundesliga mit lokalen Bildungsträgern, bürgerschaftlichen Initiativen oder kommunalen Akteuren sowie Amateurfußballvereinen. Neben regelmäßigen Trainingsangeboten bieten die lokalen Bündnisse auch Kultur-, Bildungs-, Qualifizierungs- und Vernetzungsangebote an.

Folgende Clubs engagieren sich im Rahmen von „Willkommen im Fußball“: FC Augsburg, Hertha BSC, 1. FC Union Berlin, DSC Arminia Bielefeld, VfL Bochum 1848, Eintracht Braunschweig, SV Werder Bremen, SV Darmstadt 98, Borussia Dortmund, Fortuna Düsseldorf, Sport-Club Freiburg, SpVgg Greuther Fürth, Hamburger SV, FC St. Pauli, Hannover 96, FC Ingolstadt 04, RB Leipzig, Bayer 04 Leverkusen, 1. FSV Mainz 05, 1. FC Nürnberg, SC Paderborn 07, VfB Stuttgart, VfL Wolfsburg.

Weitere Informationen zu "Willkommen im Fußball" findet Ihr hier

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