Paralympische Woche 2019

Die DFL Stiftung setzt sich weiterhin intensiv für Menschen mit Behinderung und eine inklusivere Gesellschaft ein. In der vergangenen Woche wurde an mehreren Standorten unseres Leuchtturmprojekts „Lernort Stadion“ eine paralympische Woche ausgerichtet.

Gemeinsam mit dem Lernort Stadion e.V. und elf Standorten von "Lernort Stadion" regte die paralympische Woche bereits zum dritten Mal zu einem Perspektivwechsel an. 2016 erstmalig in Zusammenarbeit mit der Aktion Mensch angeboten, waren neben den drei schon damals vertretenen Projektstandorten Bielefeld, Bochum und Dortmund auch die Lernorte Berlin, Bremen, Dresden, Gelsenkirchen, Mönchengladbach, Leverkusen, Rostock und Wolfsburg mit dabei.

Im Zentrum der Woche standen verschiedene Behindertensportarten wie Blinden- und Gehörlosenfußball, Sitzvolleyball, Rollstuhlbasketball oder auch Walking Football, die die Teilnehmenden ausprobieren konnten. Sie bauten dadurch nicht nur Berührungsängste ab, sondern entwickelten ein besseres Verständnis für Inklusion.

„Inklusion ist ein gesamtgesellschaftliches Thema, das alle Lebensbereiche berührt. In der öffentlichen Debatte um Inklusion wurde das Thema bislang leider sehr stark auf den Bildungsbereich fokussiert. Gemeinsames Lernen ist zwar wichtig, aber Inklusion bedeutet mehr“, sagt Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen. „Projekte wie ‚Lernort Stadion‘ mit seiner paralympischen Woche sind deshalb von großer Bedeutung: Sport hat eine großes inklusives Potential, denn hier können Jugendliche zeigen, was in ihnen steckt – egal, ob mit oder ohne Behinderung. Das hat Signalwirkung weit über den Sport hinaus.“

Über die Möglichkeiten des Sports und wie dieser Teilhabe aller begünstigen kann, diskutierten bei einer Abschlussveranstaltung in Wolfsburg neben Jürgen Dusel auch Marcel Schäfer, Sportdirektor beim VfL Wolfsburg, Paralympicssieger und Kurator der DFL Stiftung, Niko Kappel sowie Stefan Kiefer, Vorstandsvorsitzender der DFL Stiftung. Über 40 Jugendliche aus Wolfsburg, Dortmund, Leverkusen und Berlin hatten die Möglichkeit, dieser Veranstaltung beizuwohnen und gemeinsam auf die vergangenen Tage blicken zu können.

Auftaktveranstaltung in Dortmund mit einer Talkrunde. Von links: Hans-Peter Durst, Paralympicssieger im Paracycling, Luca Kilian, U23 Spieler bei Borussia Dortmund, Cornelia Dietz, Paralympicssiegerin im Goalball.
Niko Kappel, Paralympicssieger und Kurator der DFL Stiftung, VfL-Sportdirektor Marcel Schäfer, Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, Stefan Kiefer Vorstandsvorsitzender der DFL Stiftung und Moderator Georg Poetsch (von links) diskutieren beim Abschluss in Wolfsburg.

Gestartet war die Woche am 18. Februar mit einer Auftaktveranstaltung im BVB-Lernzentrum. Durch den Sport seine Stärken erkennen und Begegnungen schaffen standen im Mittelpunkt einer Gesprächsrunde mit Cornelia Dietz, Paralympicssiegerin im Goalball, Hans-Peter Durst, Paralympicssieger im Paracycling und Luca Kilian (U23 Spieler bei Borussia Dortmund). Die Gäste wurden vorab durch die anwesenden Jugendlichen angeregt, mit einer Verdunklungsbrille auf ein Tor zu schießen und das Buffet durch eine blinde Verkostung zu eröffnen.

Mehr Informationen zu "Lernort Stadion" findet Ihr hier.

Weitere Posts