Mit und ohne Handicap: Inklusiver FußballFreunde-Cup beim SC Freiburg

Beim SC Freiburg fiel der Startschuss für die FußballFreunde-Cups 2019. Bei diesem inklusiven Fußballturnier begegneten sich Mannschaften aus Spielern mit und ohne Handicap in der Freiburger Fußballschule. Die Turnierserie wird von der DFL Stiftung und der DFB-Stiftung Sepp Herberger organisiert und gemeinsam mit den DFB-Landesverbänden und fünf Proficlubs durchgeführt. 

Auf dem Rasenplatz des Möslestadions, wo sonst die SC-Frauen ihre Bundesliga-Spiele austragen und die SC-Junioren am Ball sind, wurden zwei Kleinfelder errichtet. Buntes Treiben zwischen wie auf den Spielfeldern, auf denen im Modus Vier-gegen-Vier auf Mini-Tore gespielt wurde. „Gebt nochmal hundert Prozent!“, feuerte Dan vom Spielfeldrand aus seine Mitspieler an. Der 15–Jährige kickte bei einem von drei Teams, das der Sport-Club beim FußballFreunde-Cup ins Rennen geschickt hatte. Seine Mitspieler hatte das SC-Jugendclub-Mitglied erstmals am Turniertag getroffen. „Wir haben uns direkt verstanden. Dafür, dass wir uns nicht kannten, haben wir gut miteinander Fußball gespielt“, erzählte Dan. Nach seiner Einwechslung übernahm Marek das Coaching an der Seitenlinie – ein Junge mit Handicap.

Dieses Zusammenspiel von Kindern mit und ohne Einschränkung steht bei den FußballFreunde-Cups, die dieses Jahr zum dritten Mal von der DFB-Stiftung Sepp Herberger und der DFL Stiftung gemeinsam mit den DFB-Landesverbänden und fünf Proficlubs organisiert werden, im Mittelpunkt. Der Leistungsgedanke ist nebensächlich. Kinder mit und ohne Handicap sollen zusammengebracht werden und den Umgang mit den Stärken und Schwächen der anderen Fußballer erfahren. „Für alle sind die Regeln beim Fußball gleich. Die Jungs und Mädchen können viel voneinander lernen und sich gegenseitig fördern“, sagte Viola Klausmann vom SBFV.

„Es geht um die gemeinsame Freude am Fußball. Man soll sich begegnen und zusammen einen schönen Tag verbringen“, ergänzte Nico Kempf, Projektleiter und stellvertretender Geschäftsführer der DFB-Stiftung Sepp Herberger. Der FußballFreunde-Cup sei ein toller Anlass, um das Thema Inklusion im Fußball erlebbar zu machen. „Das Ziel muss es sein, Menschen mit Handicap in die Vereine zu integrieren“, meinte Kempf, der sich diesbezüglich über „tolle Beispiele“ beim FußballFreunde-Cup beim Sport-Club freute. Unter den zwölf teilnehmenden Teams waren neben Mannschaften aus Fördereinrichtungen und Schulen nämlich auch Fußballvereine wie der FC Heitersheim, der FC Freiburg-St. Georgen, der FC Emmendingen oder der FC Basel mit Inklusionsteams vertreten.

„Berührungsängste abbauen, die Gemeinschaft fördern und zusammen durch sportliche Aktivitäten viel Spaß haben. Der Auftakt der FußballFreunde-Cups beim SC Freiburg zeigt einmal mehr, wie gut das Zusammenspiel zwischen Proficlub, Fußball-Landesverbänden und Stiftungen funktioniert und welche wichtigen Ziele gemeinsam vorangetrieben und erreicht werden“, resümierte Stefan Kiefer, Vorstandsvorsitzender der DFL Stiftung, nach dem Start der inklusiven Turnierserie, dem bis Ende Juni Cups bei Hannover 96, bei RB Leipzig, beim SV Darmstadt und bei Borussia Mönchengladbach folgen werden. Und obwohl sein Team den einen oder anderen Punkt mehr hätte holen können und sich am Ende mit einem Mittelfeldplatz begnügen musste, war auch Dan am Ende eines bewegten Tages zufrieden: „Es war ein tolles Erlebnis. Die Atmosphäre, Kicken in der Freiburger Fußballschule: All das hat mir sehr gut gefallen.“

Weiter geht es am Samstag, 15.06. mit dem FußballFreunde-Cup Nord in Hannover.

Bildnachweis: SC Freiburg / Patrick Seeger

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