16.09.2022
16.09.2022
Der frühere Intendant des Westdeutschen Rundfunks (WDR) Dr. h. c. Fritz Pleitgen ist gestern im Alter von 84 Jahren in Köln gestorben. Er galt nicht nur als einer der herausragenden deutschen Journalisten und Medienmanager, sondern engagierte sich auch intensiv auf gesellschaftlicher Ebene, unter anderem neun Jahre als Kuratoriumsvorsitzender der DFL Stiftung. 2007 erhielt er für seine Verdienste um den deutschen Profifußball den „Ehrenpreis der Bundesliga“ (heute „DFL-Ehrenpreis“).
Fritz Pleitgen wurde 1938 in Duisburg geboren und war von 1963 bis 2007 für den WDR als Auslandskorrespondent (u. a. in Moskau, Washington und New York), Fernseh-Chefredakteur, Hörfunk-Direktor und Intendant (1995 bis 2007) tätig. Von 2001 bis 2002 war er ARD-Vorsitzender, von 2006 bis 2008 Präsident der Europäischen Rundfunkunion.
Für die DFL Stiftung war Fritz Pleitgen seit 2010 als Kuratoriumsvorsitzender ein wichtiger Impulsgeber. In dieser Rolle engagierte er sich leidenschaftlich für Kinder, Jugendliche und junge Spitzensportlerinnen und -sportler in Deutschland. „Wir danken Fritz Pleitgen für seinen Einsatz, seine Weitsicht und seine große Erfahrung, mit der er die DFL Stiftung und ihre Entwicklung fast ein Jahrzehnt maßgeblich geprägt hat“, sagt Marcel Reif, der Fritz Pleitgen 2019 als Kuratoriumsvorsitzender der DFL Stiftung folgte. „Persönlich habe ich ihn ebenso als außergewöhnlichen Journalisten geschätzt mit großartigen Fähigkeiten als Reporter, der er – wie er einst sagte – trotz seiner späteren Führungspositionen im Herzen immer geblieben ist.“ Auch über seine Zeit als Kuratoriumsvorsitzender hinaus blieb Fritz Pleitgen als bis heute einziges Ehrenmitglied des Kuratoriums der DFL Stiftung ein verlässlicher und wichtiger Ratgeber.
Neben seinem Engagement für die DFL Stiftung setzte sich Fritz Pleitgen von 2011 bis 2021 auch als Präsident der Stiftung Deutsche Krebshilfe ein und organisierte als Vorsitzender der Geschäftsführung der RUHR.2010 GmbH das Jahr der Kulturhauptstadt Europas 2010 „Essen für das Ruhrgebiet“.