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Einmal im Jahr vergeben wir im Rahmen einer Ausschreibung Fördermittel an Projekte und Initiativen, die einen bestimmten Themenschwerpunkt besitzen. Mit dem diesjährigen Fördertopf setzen wir auf die Kraft des Sports als verbindendes Element der Gesellschaft und die daraus resultierenden Möglichkeiten der Zukunftsgestaltung. Deshalb legen wir den Fokus auf Begegnungen im und durch Sport, die Räume für Zugehörigkeit, Vertrauen und Anerkennung eröffnen und einen niedrigschwelligen Austausch zwischen unterschiedlichen Gruppen und Personen ermöglichen. Der Fördertopf bietet Förderungen von bis zu 7.500,00 € pro Projekt und richtet sich an gemeinnützige Organisationen. Bewerbungsschluss ist der 1. März 2026.

Insbesondere sollen (junge) Menschen zusammengebracht werden, die auf den ersten Blick nicht viele Gemeinsamkeiten haben. Dies können unterschiedlichste Begegnungen sein, z.B. zwischen Alt und Jung, Menschen mit und ohne Behinderungen, aber auch Menschen mit unterschiedlichen Bildungsbezügen oder aus verschiedenen Stadtteilen. Wir sind auf kreative Ideen gespannt!


Das Modell der Sozialwissenschaftler Szreter und Woolcock (2004) beschreibt drei Arten von sozialen Bindungen: Bonding (enge Beziehungen zu Menschen mit vielen Gemeinsamkeiten), Bridging (Beziehungen von Menschen und Gruppen mit wenig Gemeinsamkeiten) und Linking (Beziehungen zwischen Menschen und übergeordneten Institutionen, die die Möglichkeit eröffnen, aktiv an der Gestaltung ihrer Lebenswelt mitzuwirken). Weitere Informationen findet Ihr hier.

Sportprojekte entfalten auch nach aktuellem Analysestand (vgl. von der DFL Stiftung beauftragte Literaturanalyse von Petry und Wilmes (2025)) ihre Stärken besonders im Bonding bzw. fokussieren auf diesen Aspekt. Für einen starken gesellschaftlichen Zusammenhalt sind allerdings alle drei Komponenten entscheidend.

Innerhalb vieler Sportangebote kommen Menschen zusammen, die bereits Gemeinsamkeiten haben – aus demselben sozialen Umfeld kommen, im gleichen Alter sind oder einen ähnlichen kulturellen Background mitbringen – und über den Sport ihre Beziehungen festigen (Bonding).

Diese Beziehungsarbeit ist wichtig, lässt aber noch Potenziale ungenutzt. Wir wollen mit dem aktuellen Fördertopf bewusst den Impuls setzen, die sogenannte Bridging-Komponente mitzudenken, also Menschen und Gruppen im Sportkontext zusammenzubringen, die auf den ersten Blick nicht viele Gemeinsamkeiten haben. Es sollen Angebote umgesetzt werden, die neue Begegnungsräume schaffen.

Wir sehen großes Potenzial darin, Begegnungen und Kennenlernen gezielt zu fördern, um Vorurteile abzubauen, Erfahrungen weiterzugeben und Verständigung über verschiedene Peer Groups hinweg zu ermöglichen – eine wichtige Basis, um die Zukunft unserer Gesellschaft positiv zu gestalten. Wenn darüber hinaus Teilnehmende und ihre individuellen Ressourcen aktiv in die Gestaltung und Umsetzung von Angeboten einbezogen werden, stärkt dies zudem die Selbstwahrnehmung und die Beziehungen untereinander.

Ihr habt eine Idee, wie die Zukunft durch gesellschaftliche Begegnungen positiv gestaltet werden kann, und möchtet diese im Kontext Sport umsetzen? Wir fördern:

  • Sport-/Bewegungsprojekte, die unterschiedliche Gruppen zusammenbringen und für Austausch sorgen, der positive Veränderungen ermöglicht
  • Gerne Projekte eher kleinerer, lokaler Organisationen

Beispiele für förderfähige Projekte

  • Alt und Jung
    • Kindergärten und Altenwohnanlagen richten eine wöchentliche, gemeinsame Turnstunde für Alt und Jung mit anschließender Möglichkeit zum Austausch ein.
    • Kinder als Experten: Junge Menschen lassen Ältere an ihrer Lebenswelt teilhaben und leiten beispielsweise Sport-/Tanz-/Bewegungsstunden für Ältere an.
    • Im Rahmen eines Generationen-Sportfests treten Kinder, Jugendliche und ältere Menschen gemeinsam in gemischten Teams an, um voneinander zu lernen und Vorurteile abzubauen.
  • Inklusive Sportangebote
    • Ein mehrtägiges Sportcamp, bei dem Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung gemeinsam verschiedene Sportarten ausprobieren, Teamgeist erleben und voneinander lernen.
    • Entwicklung und Durchführung eines inklusiven Bewegungsparcours, der von allen Kindern und Jugendlichen – unabhängig von körperlichen Voraussetzungen – genutzt wird.
    • Direkte Ansprache von jungen Menschen mit und ohne Behinderung, die erstmals miteinander Sport treiben.
  • Inklusives Sportcamp
    • Ein mehrtägiges Sportcamp, bei dem Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung gemeinsam verschiedene Sportarten ausprobieren, Teamgeist erleben und voneinander lernen.
  • Angebote über Stadtteile hinweg
    • (Sport-) Bildungsfahrt für junge Menschen aus Stadtteilen mit unterschiedlichen sozioökonomischen Voraussetzungen
    • Ein Fußball- oder Basketballturnier, bei dem Teams stadtteilübergreifend zusammenkommen, um gemeinsam zu spielen und sich darüber hinaus kennenzulernen.
  • Sportangebote, die Mädchen stärken
    • Ein Sportprojekt speziell für Mädchen aus unterschiedlichen sozialen Lebenslagen, das Selbstbewusstsein und Teamfähigkeit fördert und damit positive Zukunftsperspektiven erschließt.
  • Angebote, die Sport & Sprache verbinden
    • Ein Bewegungsangebot für Kinder und Jugendliche mit und ohne Migrationsgeschichte, bei dem Sport als Brücke zur Sprachförderung und Integration genutzt wird.
  • Erweiterung bestehender Sportangebote
    • Bestehende Sportangebote einer lokalen Sporthalle werden gezielt für neue Zielgruppen geöffnet, um dabei soziale Durchmischung sowie interkulturellen Austausch zu fördern.

Mit diesen konkreten Projektideen möchten wir inspirieren und gleichzeitig zeigen, welche Vielfalt an Ansätzen möglich ist. Uns ist wichtig, dass

  • die Projekte (junge) Menschen zusammenbringen, die auf den ersten Blick nicht viele Gemeinsamkeiten haben
  • junge Menschen in die Gestaltung/Umsetzung der Projekte eingebunden werden Link zu Jugendpartizipation
  • eine Zukunftsidee deutlich wird, die über reines Sporttreiben hinausgeht
  • die Projektplanung in Bezug auf Zeitplan, Finanzierung und Zielsetzung realistisch ist
  • das Projekt niedrigschwellig angelegt ist
  • das Projekt im besten Fall kreativ/innovativ ist und nachhaltig wirkt

  • Infrastrukturkosten oder reine Baumaßnahmen
  • Sportförderung ohne Projektbezug
  • Projektanträge ohne Sport-/Bewegungsbezug
  • Rein gesellige Veranstaltungen (z.B. vereinsinternes Sommerfest)

Bewerben können sich gemeinnützige (steuerbegünstigte) Organisationen mit Sitz in Deutschland darunter beispielsweise:

  • Stiftungen
  • Vereine und Verbände
  • Kommunale Träger

Die wichtigsten Infos kompakt zusammengefasst

Wie erfolgt die Bewerbung?

Die Bewerbung erfolgt ausschließlich über unser Förderportal. Ihr benötigt:

  • Informationen zum Vorhaben und den geplanten Beteiligungsmaßnahmen und zum Kinderschutz
  • Kosten- und Finanzierungsplan
  • Nachweis der Gemeinnützigkeit

Beantwortet bei der Antragstellung auch folgende Fragen:

  • Welche Begegnungen werden ermöglicht?
  • Welche Gruppierungen/Personen begegnen sich?
  • Wie trägt das Angebot dazu bei, eine positive Zukunft zu schaffen?

Anruf vor Antragstellung

Gerne könnt Ihr Euch vor Antragstellung telefonisch beraten lassen. Meldet Euch montags bis donnerstags bei Clarissa Sagerer-Schlockermann (069 – 300 6555-20).

Clarissa Sagerer-Schlockermann, lächelnde Frau mit langen braunen Haaren vor hellem Hintergrund.

Hinweis: Eine Registrierung im Förderportal ist erforderlich. Weitere Details, sowie eine Anleitung findet ihr direkt im Portal.
Wir freuen uns auf Eure Ideen!