jubelnde Siegermannschaft bei den VfL-Vielfaltswochen

VfL-Vielfaltswochen erreichen über 1.000 Personen

Der VfL Wolfsburg veranstaltete im September bereits zum dritten Mal die VfL-Vielfaltswochen. Im Programm wurden unter anderem die Themen Integration und Inklusion aufgegriffen.

Vom 4. bis 22. September fanden beim VfL Wolfsburg zum dritten Mal die VfL-Vielfaltswochen statt, die die Themen Inklusion, Integration, Homophobie und Partizipation aufgegriffen haben. Mit Unterstützung des Fanprojekts der Stadt Wolfsburg sowie weiteren Partnern und Initiativen wurden diese Schwerpunkte in Form von Workshops, Trainingseinheiten und weiteren Projekten drei Wochen lang an verschiedenen Tagen mit unterschiedlichen Anspruchsgruppen thematisiert.

Öffentlichkeit sensibilisieren

„Während der diesjährigen VfL-Vielfaltswochen haben wir wieder viele Projekte, die sich um das Thema Integration und Inklusion gedreht haben, unterstützt. Dazu zählten unter anderem ein Integrations-Fußballturnier, eine Wanderausstellung „Gemeinsam gegen Rechtsextremismus“, die sich mit den Themen Diskriminierung, Rassismus und Rechtsextremismus beschäftigte sowie Theaterstücke und der Workshop Blindenfußball“, sagte VfL-Geschäftsführer Dr. Tim Schumacher. „Ziel der Vielfaltswochen ist es, vorrangig benachteiligte Kinder und Jugendlichen, aber auch Menschen mit und ohne Fluchthintergrund Teilhabemöglichkeiten einzuräumen sowie Sprachbarrieren und Berührungsängste abzubauen. Darüber hinaus wollten wir die Öffentlichkeit für dieses Themenspektrum sensibilisieren.“

Über 1.000 Personen haben an den insgesamt zwölf Projekten teilgenommen. Für Iris Bothe, Dezernentin für Jugend, Bildung und Integration, war die dritte Auflage ein voller Erfolg: „„In den vergangenen Wochen konnten wir spannende und interessante Aktionen und Veranstaltungen zu Vielfalt und gegen Intoleranz miterleben. Das offene Angebot ist eine hervorragende Möglichkeit, für dieses gesamtgesellschaftlich relevante Thema zu sensibilisieren.“

Blick hinter die Kulissen

Eine Besonderheit: Erstmalig erlebte mit Remigius Klemenz ein Schüler die VfL-Vielfaltswochen hautnah. Der 19-jährige Autist besucht die Peter-Pan-Schule in Wolfsburg und ist seit vielen Jahren Fan der Wölfe. In der CSR-Abteilung des Fußball-Bundesligisten kümmerte er sich um ein breites Aufgaben-Spektrum: Vor- und Nachbereitung der Veranstaltungen, Teilnahme am Workshop Blindenfußball sowie der Trainingseinheit Special Olympics. Dabei lernte Remigius Klemenz VfL-Persönlichkeiten wie Ex-Spielerin Britta Carlson, Co-Trainerin Ariane Hingst, Aufstiegsheld Roy Präger, Youngster Gian-Luca Itter, Wölfin Lena Goeßling und natürlich Vereinsmaskottchen Wölfi kennen. Seine Erlebnisse und neue Bekanntschaften hielt er in einem Tagebuch fest. „Am besten hat mit der VfL-Media-Day gefallen, dort konnte ich die Spieler hautnah erleben und einigen sogar die Hand schütteln“, sagte Remigius Klemenz am Ende seines dreiwöchigen Schnupperzeit beim VfL.

Fotobox mit Fan-Gesichtern

Eingebunden in die vielfältigen Events war auch die Initiative „EIN VEREIN – VIELE GESICHTER“, die in Einzelporträts die Vielfalt der VfL-Fans zeigt. Sei es das Alter, das Geschlecht, die Hautfarbe oder die Herkunft - die Bilder sind allesamt Teil eines großen Fotomosaiks, das im Zuge der „VfL-Vielfaltswochen“ ausgestellt wurde. Aktuell werden im Hauptbahnhof Wolfsburg die Besucher von Banner und Fotomosaik begrüßt.

Vielfalt als Bereicherung

Das Programm der VfL-Vielfaltswochen leistete einen wichtigen Beitrag zum gelingenden Miteinander. In Zeiten von zunehmender Intoleranz gegenüber dem Anderen ist es gelungen, Zeichen zu setzen, dass Vielfalt eine Bereicherung sowohl für die Gesellschaft als Ganzes als auch für den Fußball bedeutet.

Inklusives Fußballturnier

Im Rahmen der VfL-Vielfaltswochen fand am 9. September zudem das fünfte Regionalturnier der inklusiven Fußballturnierserie der DFB-Stiftung Sepp Herberger, der Stiftung Allianz für Kinder und der DFL Stiftung statt. Der VfL Wolfsburg und der Niedersächsische Fußballverband e.V. (NFV) waren Ausrichter des regionalen Inklusionsturniers. Jungs und Mädchen – mit und ohne Behinderung – im Alter von zehn bis 15 Jahren traten im Porschestadion Wolfsburg gegeneinander an. Zu den fünf Teams gehörten JSG Gifhorn Nord, Sportfreunde Braunschweig, SV Werder Bremen, TSV Achim und OSC Bremerhaven.

Die Gifhorner traten als Inklusionsmannschaft der Wölfe an und konnten sich am Ende über den Turniersieg freuen, mit dem sie sich für ein deutschlandweites Inklusionsturnier qualifizierten. Im Anschluss an das sportliche Kräftemessen waren alle Spieler, Betreuer und Eltern zum Bundesligaspiel des VfL gegen Hannover 96 in die Volkswagen Arena eingeladen. Und so ging ein toller Tag mit strahlenden Gesichtern der Kicker und sportlich spannenden Spielen zu Ende. Insgesamt bot das Turnier eine perfekte Plattform für Austausch, gemeinsame Erlebnisse und Freundschaften.

Praktikant Praktikant

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