Gewinner des inklusiven Fußballturniers kommt erneut aus Bayern

Rund 50 Kinder und Jugendliche nahmen am inklusiven Fußballturnier in Grünberg teil. Ein besonderes Highlight war der Besuch des ehemaligen Nationalspielers Thomas Hitzlsperger.

Hennef/Grünberg, 5.10.2017. Die Freude am Mittwoch war groß auf dem Kunstrasenplatz der Sportschule Grünberg. Soeben hatte das Team SAG Marktheidenfeld das Endspiel gegen das „Team Cottbus“ mit 1:0 für sich entschieden. Das spannende Finale zwischen den Mannschaften aus Bayern und Brandenburg war der sportliche Höhepunkt der viertägigen Veranstaltung, die von der DFB-Stiftung Sepp Herberger, der DFL Stiftung und der Stiftung Allianz für Kinder partnerschaftlich ausgerichtet wurde. Rund 50 Kinder und Jugendliche mit und ohne Handicap aus acht Mannschaften nahmen am nationalen inklusiven Fußballturnier teil, das in diesem Jahr zum fünften Mal stattfand.

Bei der Siegerehrung erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Medaillen, Urkunden und Pokale. „Wir möchten durch unser Engagement, Menschen mit und ohne Behinderung nachhaltig in einen Austausch bringen. Wie ginge das besser als durch den Fußball, der in Deutschland Woche für Woche so viele Menschen zusammenführt? In Grünberg haben die Kinder und Jugendlichen ereignis- und abwechslungsreiche Tage verbracht. Im Namen der DFL Stiftung bedanke ich mich bei allen, die dazu beigetragen haben“, so Stefan Kiefer, Vorstandsvorsitzender der DFL Stiftung.

Von Sonntag an rollte der Ball in der Sportschule Grünberg des Hessischen Fußball-Verbandes. Dabei gab es bereits zur Eröffnung einen ganz besonderen Höhepunkt. Der Besuch von DFB-Vielfaltsbotschafter Thomas Hitzlsperger ließ die Herzen der Kinder und Jugendlichen höher schlagen. Im Rahmen einer Gesprächsrunde berichtete der frühere Bundesliga-Profi über die besonderen Momente seiner aktiven Karriere. Anschließend hatten acht Aktive die Möglichkeit, sich im sportlichen Wettstreit mit dem 52-maligen Nationalspieler zu messen.

Abwechslungsreiche Tage in Grünberg

Mit dem Vize-Europameister kamen auch Dr. Hans-Christoph Dölle, Vorstand der Stiftung Allianz für Kinder, und Tobias Wrzesinski, Geschäftsführer der Sepp-Herberger-Stiftung, nach Grünberg. „Die Kinder mit und ohne Handicap sollen sich begegnen und kennenlernen. Die integrative Kraft des Fußballs schafft es, Grenzen zu überwinden und Berührungsängste abzubauen“, betonte Dr. Dölle. Tobias Wrzesinski unterstrich: „Wir sind froh, dass wir mit der Stiftung Allianz für Kinder und der DFL Stiftung starke Partner an unserer Seite wissen, um über den Fußballsport Brücken zwischen Menschen mit und ohne Handicap zu bauen und sie in die Gemeinschaft der bundesweit rund 25.000 Fußballvereine zu integrieren.“

Die Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen zehn und 15 Jahren kamen aus fünf Bundesländern und hatten sich im Vorfeld bei Regionalturnieren für ihre Teilnahme qualifiziert. Unter den Teams befanden sich mit der TSG 1899 Hoffenheim und dem VfL Wolfsburg auch zwei Inklusionsmannschaften, die Profiklubs angehören. Neben dem sportlichen Geschehen auf den Fußballplätzen besuchten die Fußballerinnen und Fußballer einen Kletterpark, lernten bei einer Rallye die Sportschule und deren Umgebung kennen und hatten die Möglichkeit, mit der „Neuen Sporterfahrung“ der Deutschen Telekom die Sportart Blindenfußball auszuprobieren.

 

 

 

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